Knapp an der Überraschung vorbeigeschrammt

Weniger als eine Sekunde trennte die SGHH bei ihrem Heimspiel gegen den Tabellenführer vom großen Coup. Mit Ablauf der Uhr erzielte Kreisläufer Darien Holler den 34:33-Siegtreffer für seine Farben. Die Hand des Torschiedsrichters ging in die Höhe, Jubel brach im SGHH-Lager aus – allerdings nur kurzfristig. Nach kurzer Beratung entschlossen sich die Unparteiischen (wahrscheinlich zurecht), den zunächst gegebenen Treffer doch zu annulieren, womit eine umkämpfte Partie in der Bruchsaler Sporthalle am Ende des Tages ein aus SG-Sicht ärgerliches, aber dennoch versöhnliches Ende nahm. Denn viel vorzuwerfen hatten sich die Eberlein-Jungs eigentlich nicht.

Trotz der verpassten Chance, das EM-Finale live anschauen zu können, war die SGHH von Anfang an voll da. Gestützt auf eine aggressive Abwehr konnten einige Bälle gewonnen werden, welche trotz Abwesenheit von Top-Torjäger Jonas Krepper in gut ausgespielten Angriffen in eigenen Treffer umgewandelt wurden. Eine 6:4-Führung nach acht Spielminuten war die Folge. Bis zum 10:8 hatte dieser knappe Vorsprung Bestand, dann folgte ein zwischenzeitlicher Bruch und die Gäste konnten fünf eigene Treffer in Folge erzielen. Noch vor der Pause setzte die SGHH dann ebenfalls zum Lauf an, glich beim 15:15 erneut aus, ging sogar kurz in Führung und fing sich mit der Halbzeitsirene den 16:16-Ausgleich.

Der zweite Spielabschnitt hatte dann alles, was man von einem guten Oberliga-Spiel erwarten würde. Beide Mannschaften zeigten ihre Klasse, schenkten sich nichts und blieben dauerhaft in Schlagdistanz zueinander. Dann folgte die stärkste Phase der SG-Truppe. Die zuvor bereits aggressiv deckende Abwehr legte noch einmal eine Schippe drauf, stand äußerst kompakt und schien für ein paar Minuten schier unüberwindbar zu sein. Daraus resultierende Tore aus der ersten und zweiten Welle stellten den Spielstand nach 43 Minuten auf 25:20 und zwangen Gästetrainer Richard Babjak zur Auszeit. Diese sollte fruchten. Seine Jungs fanden wieder zurück in die Spur, traten mit der von einem Tabellenführer zu erwartenden Souveränität auf und verhinderten eine vorzeitige Entscheidung der Partie. Bis zum 29:24 hielt die Eberlein-Sieben ihren Gegner auf Schlagdistanz, ehe das Spielglück langsam, aber sicher die Seiten zu wechseln schien. Die Kombination aus ein paar wenigen freien Fehlwürfen, kassierten Eiertoren und fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen brachten die Gäste langsam zurück in das Spiel. Beim 32:32 durch den überragenden TSV-Akteur Paul Feierabend war der Spielstand erstmals wieder ausgeglichen. Vierzig Sekunden vor Schluss erzielte Simon Zengerle die erneute SG-Führung, welche im direkten Gegenzug egalisiert wurde. Der SGHH gehörte der letzte Angriff, in welchem eine letzte gute Einwurfchance erspielt werden konnte. Diese fand, wie eingangs beschrieben, zwar den Weg ins Glück – allerdings eben wahrscheinlich den einen entscheidenden Tick zu spät. Dadurch muss sich die SGHH am Ende des Tages mit einem Punkt begnügen, was im Angesicht der eigenen Leistung und des Verlaufs der Schlussphase etwas ärgerlich ist. Nichtsdestotrotz kann resultiert werden, dass man sich wegen der eigenen Leistung eigentlich nichts vorzuwerfen hat. Nach holprigem Saisonstart befindet sich die Mannschaft definitiv auf dem richtigen Weg. Die mittlerweile fünf Spiele anhaltende Serie ohne Niederlage soll dann am kommenden Samstag um eine weitere Partie verlängert werden. Dann ist die SGHH zu Gast beim TuS Schutterwald. Anpfiff ist um 17:00 Uhr in der Mörburghalle.

Es spielten: Sascha Helfenbein, Daniel Debatin (beide Tor), Markus Rusnak, Max Bodemer (2), Adam Zivojnovic (3), Lukas Hilpp (4), Max Gromer (6), Samuel Josenhans (4), Magnus Metzger (4/2), Daniel Philipp (5), Maik Bratschke, Marco Kikillus, Darien Holler (4), Simon Zengerle (1), Ivan Tosino