Ein Abend zum Vergessen
Den Abschluss der Hinrunde hatte sich die SGHH sicherlich anders vorgestellt. Gegen den TSV Knittlingen muss sich die Eberlein-Sieben ebenso deutlich wie verdient mit 30:24 geschlagen geben und verliert damit das erste Mal nach zehn ungeschlagenen Partien in Folge.
Im Gegensatz zu den dynamisch agierenden Gastgebern verschlief die eher müde wirkende SG-Truppe den Start komplett. Während man in der Defensive überhaupt keinen Zugriff auf die Gegenspieler fand, landete im Angriff nahezu jeder der teilweise schlecht vorbereiteten Wurfversuche in den Armen von TSV-Schlussmann Sebastian Neff. Folgerichtig stand nach 13 gespielten Minuten eine 10:1-Führung der Hausherren auf der Anzeigetafel und der ein oder andere der vielen SGHH-Anhänger dürfte sich bereits verwundert die Augen gerieben haben, da die Mannschaft nach den guten Leistungen der letzten Wochen quasi nicht wieder zu erkennen war. Die aus SGHH-Perspektive erste und einzige positive Beobachtung des Abends war dann im restlichen Verlauf des ersten Spielabschnitts festzustellen. Trotz des unterirdischen Starts gab sich das Team von Trainertrio Eberlein/Badawi/Höckel nicht geschlagen, verkürzte bis zum Halbzeitpfiff auf 17:13 und kämpfte sich zurück in die Partie.
Die aufgekommene Hoffnung, das Spiel im zweiten Durchgang drehen und entgegen allen Erwartungen doch noch Zählbares aus der Fauststadt mitnehmen zu können, wurde dann direkt wieder im Keim erstickt. Ähnlich wie zu Beginn des Spiels lief im SGHH-Lager auch nach Wiederanpfiff so gut wie alles schief. Über 20:14 und 23:16 setzten sich die Gastgeber bis zur 50. Spielminute auf 25:18 ab, sodass die Messe bereits zehn Minuten vor Schlusspfiff gelesen war. Vierzig Sekunden vor Spielende erzielte dann Markus Rusnak den letzten Treffer des Tages, der den 30:24-Endstand besiegelte.
Mit dieser Niederlage ist die SGHH unsanft zurück auf den harten Boden der Tatsachen befördert worden. Dass an diesem Tag nicht viel gegen die bestens eingestellten Gastgeber zu holen war, muss man neidlos anerkennen. Auch wenn die eigene Leistung ohne Frage erschreckend schwach war, sollte dieses Spiel noch kein Grund zur Sorge sein. Jeder Sportler dürfte wissen, dass es einfach Tage gibt, an denen gar nichts zusammenläuft. Der vergangene Samstag war definitiv einer dieser Tage. Nichtsdestotrotz überwintert die SG auf einem hervorragenden dritten Tabellenplatz und ist damit weiterhin bestens auf Kurs, sich für die zur kommenden Saison neu formierten Oberliga zu qualifizieren.
Das Team bedankt sich bei allen Unterstützern für das Jahr 2024 und wünscht schöne Feiertage und einen guten Rutsch in das neue Jahr. Wir sehen uns im Januar in alter Frische.
Es spielten: Sascha Helfenbein, Sebastian Eisend, (beide Tor), Max Bodemer (1), Markus Rusnak (2), Marco Kikillus (9/8), Jonas Breuer (1), Daniel Philipp (2), Max Gromer (3), David Heinrich (1), Philipp Thißen (1), Adrian Deuchler, Darien Holler (1), Lukas Hilpp (3)