SG H/H : SV Leonberg/Eltingen 31 : 31 (13:14)

Chancenlos

Mal ist man Hund, mal ist man Baum. Heute waren wir ein ganzer Wald.“. So die treffende Analyse zum Gastspiel beim HTV Meißenheim. Denn die SGHH ließ bei ihrem Auftritt im Südbadischen nahezu alles vermissen, was sie beim Sieg in der Vorwoche noch so stark gemacht hatte.

Nach dem Anpfiff der Partie liefen ganze vier Minuten nach Plan. Die SG erzielte die ersten drei Tore des Abends und machte zunächst den Anschein, den favorisierten Gastgebern an diesem Abend Paroli bieten zu können. Doch dies sollte sich im Anschluss als totale Fehlannahme herausstellen. Denn ab diesem Moment lief bis zum Pausenpfiff nahezu alles gegen die Eberlein-Sieben. Einerseits drehte der HTV Meißenheim die Partie unmittelbar mit sechs eigenen Treffern in Folge. Andererseits, und das ist noch viel schlimmer, präsentierte sich die SGHH sowohl im Angriff als auch in der Defensive weitestgehend lust- und ideenlos. Hinzu kam, dass man über viele Phasen der ersten Halbzeit durch vermehrte Hinausstellungen in Unterzahl agieren musste, was gegen die abgezockte Spitzenmannschaft aus Meißenheim hätte vermieden werden müssen. Denn die Gastgeber spielten im ersten Durchgang nahezu fehlerfrei und erhöhten über 12:6 und 17:8 bis zum Pausenpfiff auf 21:11. Die Partie war entschieden, die Ernüchterung in der SG-Kabine groß.

Gewillt, sich im zweiten Durchgang noch glimpflich aus er Affäre ziehen zu können, kehrten die Eberlein-Jungs nach der zehnminütigen Verschnaufpause auf die Platte zurück. Auch wenn im restlichen Verlauf zu keiner Zeit auch nur ein Hauch einer Siegchance bestand, wurde zumindest dieses Vorhaben dann in die Tat umgesetzt. Nachdem der Rückstand zwischenzeitlich auf 14 Tore angewachsen war, konnten gegen Ende der Partie noch einige Tore gutgemacht werden, sodass die Partie mit einem verdienten 37:28 für die Gastgeber endete.

Für die SGHH bleiben somit noch zwei Spiele in diesem Kalenderjahr, um die schwere Hinrunde versöhnlich abzuschließen. Los gehen die finalen Wochen mit dem Heimspiel gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn aus Leonberg/Eltingen am kommenden Sonntag. Dort will sich die Mannschaft mit verändertem Gesicht präsentieren und zwei wichtige Punkte in der Bruchsaler Sporthalle behalten. Anpfiff ist um 17:30 Uhr.

Es spielten: Sascha Helfenbein, Pascal Boudgoust (beide Tor), Max Bodemer (3), Adam Zivojnovic (2), Max Gromer, Marco Kikillus (4), Samuel Josenhans (2), Magnus Metzger (2), Daniel Philipp (2), Jonas Krepper (6), Maik Bratschke (2), Darien Holler, Simon Zengerle (4), Ivan Tosino (1)

HTV Meißenheim : SG H/H 37 : 28 (21:11)

SGHH verschafft sich Luft

Kaum war der Schlusspfiff in der Bruchsaler Sporthalle ertönt, stand Trainer Sven Eberlein die Erleichterung deutlich sichtbar ins Gesicht geschrieben. Denn sein Team hatte die punktgleiche HSG Ettlingen mit 29:26 besiegt und sich nach drei Niederlagen in Folge damit ein bisschen Luft im Tabellenkeller verschafft. Doch bis zu diesem Erfolg war es ein hartes Stück Arbeit.

Nachdem sich die in den vergangenen Wochen äußerst angespannte Personalsituation durch die Rückkehr von Max Gromer und das bevorstehende Comeback von Simon Zengerle in den letzten Tagen etwas entspannt hatte, waren die Hoffnungen auf einen doppelten Punktgewinn im SG-Lager vor Anpfiff durchaus berechtigt. Motiviert, aber auch nervös, startete die Eberlein-Sieben in die Partie und tat sich in den Anfangsminuten etwas schwer gegen die erwartet offensiv agierende HSG-Defensive. Den Gästen gehörten die ersten beiden Treffer des Abends, ehe die SGHH zunehmende Lösungen im eigenen Angriffsspiel fand und das Spiel bis zur zehnten Minute zum 5:3 drehte. Gestützt auf eine im Vergleich zu den letzten Spielen deutlich kompakter stehende Abwehr konnte dieser Vorsprung bis zum 8:5 durch Jonas Krepper ausgebaut werden. Ettlingen antwortete umgehend, erzielte selbst drei Treffer in Folge und glich somit zum 8:8 aus. Der restliche Verlauf des ersten Spielabschnitt wogte hin und her, wobei es die SGHH vor allem durch die eigene Chancenverwertung verpasste, sich selbst deutlicher in Führung zu werfen. Beim Stand von 14:13 wurden die Seiten gewechselt.

Auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts lief der SG-Angriffsmotor nur stockend an. Immer wieder schlichen sich leichte Fehler und inkonsequente Aktionen in die sonst überlegt vorgetragenen Vorstöße ein. Glücklicherweise stellt die Angriffsleistung im Handballsport lediglich die Hälfte der zu erfüllenden Aufgaben dar und wenn es offensiv nicht läuft, bleibt die Defensive übrig, um dieses Defizit auszugleichen. Gestützt auf einen nun immer stärker werdenden Pascal Boudgoust zwischen den Pfosten stand die SG-Deckung weiterhin dicht zusammen und ließ HSG-Akteure nur selten frei gewähren. Dieser Fleiß sollte belohnt werden. Denn auch wenn man sich zu keinem Zeitpunkt vorentscheidend absetzen konnte, lag die SGHH bis zum Ende der Partie dauerhaft in Führung. Über 19:15, 20:18 und 25:21 war es 28 Sekunden vor Schluss schließlich Samuel Josenhans vorbehalten, den viel umjubelten Treffer zum 29:26 Entstand zu erzielen und damit zwei enorm wichtige Punkte für die SGHH zu sichern.

In der kommenden Woche geht es für die Eberlein-Sieben auswärts weiter. Am Samstag ist man beim Tabellenzweiten, dem HTV Meißenheim, zu Gast. Anpfiff ist um 18:00 Uhr. Schauen wir mal, was wird!

Es spielten: Jonah Ries, Pascal Boudgoust (beide Tor), Max Bodemer (2), Adam Zivojnovic (2), Max Gromer (3), Marco Kikillus, Samuel Josenhans (2), Magnus Metzger (6/1), Daniel Philipp (5), Jonas Krepper (6), Maik Bratschke, Darien Holler (3), Ivan Tosino

SG H/H : HSG Ettlingen 29 : 26 (14:13)

SGHH rutscht weiter ab

Es hätte so schön sein können. Als die SG Heidelsheim/Helmsheim vor drei Wochen ihr Auswärtsspiel beim TV Weilstetten souverän gewann und zwischenzeitlich auf dem dritten Platz der Oberliga-Tabelle rangierte, war die Hoffnung im SG-Lager groß, sich zügig in dieser Tabellenregion festsetzen zu können. Nun, nach dem 26:36 gegen die SG Kenzingen/Herbolzheim, schaut man auf drei ernüchternde Niederlagen in Folge zurück und muss in den kommenden Wochen enorm aufpassen, nicht weiter in den Tabellenkeller zu rutschen. Wie mittlerweile bekannt, ist die Verletztensituation der SGHH sicherlich mitverantwortlich für die jüngsten Entwicklungen. Doch, und so ehrlich muss man sein, stehen am Ende des Tages immer sieben Spieler auf dem Feld, die in dieser ausgeglichenen Liga zu jeder Zeit an ihre Leistungsgrenze gehen müssen, damit man Spiele gewinnen kann. Das gelang der Eberlein-Sieben gegen die stark aufspielenden Gäste aus dem Südbadischen am vergangenen Sonntag schlichtweg nicht.

Bereits in der Anfangsphase wurde deutlich, in welche Richtung die Partie verlaufen würde. Während man mit der eigenen Angriffseffektivität haderte und zu viele Wurfchancen nicht im gegnerischen Tor unterbringen konnte, fehlte in der Defensive der Zugriff gegen die abgeklärt auftretenden Gäste. Auch wenn es, wie vor der Partie von Trainer Sven Eberlein gefordert, weitestgehend gelang, die Kreise von Oberliga-Topscorer Oliver Bührer einigermaßen einzudämmen, fehlten im Kollektiv die letzten Prozente, um Bührers Teamkollegen ebenfalls vom Torwerfen abzuhalten. So stand nach 15 Minuten ein 5:10 auf der Anzeigetafel. Im Rahmen dieses Abstands pendelte sich die Partie im restlichen Verlauf der ersten Halbzeit ein. Beim Stand von 12:17 wurden die Seiten gewechselt.

Dass Eberleins Pausenappell an die SG-Jungs Wirkung zeigte, sahen die Zuschauer in der Bruchsaler Sporthalle dann zu Beginn des zweiten Spielabschnitts. Mit einer offensiveren Abwehrformation gelang es, den eigenen Kasten sechs Minuten lang sauber zu halten. Vorne agierte die SGHH nun mit sieben Feldspielern, erzielte in der Zwischenzeit vier eigene Treffer in Folge und verkürzte auf 16:17. Die Hoffnung währte nur kurz: die Gäste stellten ebenfalls auf den siebten Feldspieler um, zwangen die SG-Deckung dadurch nach hinten und fanden durch diese Maßnahme zurück in ihr effektives Angriffsspiel. Von dort an lief dann so ziemlich alles gegen die SGHH. Während nahezu jeder Wurf der Gäste im SG-Gehäuse landete, wurden die schwindende Kräfte im eigenen Angriff nun erneut sichtbar. Bis zum 22:25 nach 42 Minuten hielt man noch den Anschluss, ehe drei Gästetore in Folge die Partie vorzeitig entschieden. Zu allem Übel ließen die SG-Jungs in den letzten Spielminuten dann etwas ihre Köpfe hängen und kamen somit am Ende des Tages wesentlich deutlicher unter die Räder, als es hätte sein müssen.

Für das Team stehen nun herausfordernde Wochen bevor, in denen primär darauf geachtet werden sollte, sich wieder auf die eigenen Stärken zu besinnen und den Glauben an sich selbst neu zu entfachen. Wenn das gelingt, können in den kommenden Wochen wieder Punkte eingefahren, und der Anschluss an das Tabellenmittelfeld gewahrt werden. Das erste Schlüsselspiel für dieses Vorhaben steht bereits vor der Türe. Am kommenden Sonntag gastiert die punktgleiche HSG Ettlingen zum Derby in der Bruchsaler Sporthalle. Anpfiff ist um 17:30 Uhr.

Es spielten: Sascha Helfenbein, Pascal Boudgoust (beide Tor), Max Bodemer (4), Adam Zivojnovic (2), Samuel Josenhans, Magnus Metzger (8/4), Daniel Philipp (3), Jonas Krepper (6), Maik Bratschke, Darien Holler (3), Marco Kikillus, Ivan Tosino

SG H/H : SG Kenzingen/Herbolzheim 26 : 36 (12:17)

Zweite Niederlage in Folge

Auch beim Auswärtsspiel in Herrenberg wird der SGHH die aktuelle Personalsituation zum Verhängnis. Das Team von Trainer Sven Eberlein verliert in den Schlussminuten eine wichtige Partie gegen einen hochmotivierten Gegner.

Nach kurzer Anlaufzeit startete die SGHH gut in die Partie, setzte sich beim 5:8 das erste Mal auf drei Tore ab und konnte bis zur 20. Spielminute die eigene Führung dauerhaft verteidigen. Dann folgte eine Schlüsselszene, welche den weiteren Spielverlauf maßgeblich beeinflussen sollte: für das erste gröbere Foul des Tages sah der bis dato stark agierende Daniel Philipp eine rote Karte, wodurch dem Team einerseits der letzte etatmäßige Linksaußen wegbrach und andererseits die bereits zu Beginn sehr beschränkten Wechselmöglichkeiten weiter vermindert wurden. Bemüht, diesen Verlust als Kollektiv aufzufangen, bissen sich die Eberlein-Jungs in die Partie und konnten den Spielstand bis zum Pausenpfiff ausgeglichen halten.

Auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts erwischte die SGHH den besseren Start, führte nach 40 Minuten mit 19:22 und konnte sich trotz der äußerst widrigen Umstände berechtigte Hoffnungen auf einen Auswärtserfolg machen. Doch mit fortschreitender Spieldauer wurde den wacker kämpfenden SG-Akteuren ihre deutliche zahlenmäßige Unterlegenheit im Vergleich zum prall gefüllten Gästekader zunehmend zum Verhängnis. In einer nun immer hitziger werdenden Partie fehlten den Eberlein-Jungs in der Schlussviertelstunde schlichtweg die Körner, um den erspielten Vorsprung irgendwie über die Ziellinie zu bekommen. Stattdessen gingen die Gastgeber nach 52 Spielminuten seit der Anfangsphase des Spiels in Führung und brachten diese am Ende verdient ins Ziel.

Im SG-Lager sorgt diese Niederlage für Ernüchterung. Die Erkenntnis, dass die letzten beiden Spiele in erster Linie aufgrund des aktuellen Verletzungspechs in Kombination mit dem zu dünnen Kader verloren wurden, ist bitter. Es bleibt lediglich zu hoffen, dass sich das Lazarett in den kommenden Wochen etwas lichtet, sodass ein geregelter Trainings- und Spielbetrieb wieder möglich wird. Die nächste Möglichkeit auf zwei Punkte hat die SGHH am kommenden Sonntag den SG Kenzingen/Herbolzheim in der Bruchsaler Sporthalle empfängt. Anpfiff ist um 17:30 Uhr. Kommt zahlreich vorbei und unterstützt das Team in dieser schwierigen Phase!

Es spielten: Sascha Helfenbein, Pascal Boudgoust (beide Tor), Max Bodemer (2), Adam Zivojnovic, Samuel Josenhans (9/3), Magnus Metzger (5/3), Daniel Philipp (3), Jonas Krepper (4), Maik Bratschke (2), Darien Holler (3), Ivan Tosino

H2Ku Herrenberg : SG H/H 30 : 28 (16:16)

Die Serie ist gerissen

Nach über einem Jahr ohne Niederlage in der Bruchsaler Sporthalle verliert die SGHH wieder ein Spiel vor heimischem Publikum. Beim 29:33 gegen den TSV Altensteig war am Ende wohl die Summe einiger Kleinigkeiten verantwortlich für die verdiente Niederlage.

Dass das Spiel für die Eberlein-Sieben zum absoluten Kraftakt werden würde, war bereits vor dem Anpfiff offensichtlich. Mit der Verletzung von Max Gromer im Laufe der vergangenen Trainingswoche wurde der ohnehin schmale SG-Kader weiter dezimiert, sodass für die Partie lediglich neun Feldspieler übrigblieben und die Wechselmöglichkeiten im eigenen Rückraum somit auf ein Minimum beschränkt waren. Den widrigen Umständen zum trotz war die SGHH von Beginn an auf Augenhöhe mit ihrem Gegner, lag zwischendurch sogar kurz in Führung und konnte das Spiel bis zum 10:10 ausgeglichen gestalten. Im Anschluss schlichen sich dann leider immer mehr kleine Fehler in das SG-Spiel ein, die in der Summe dazu führten, dass sich die Gäste bis zur Halbzeitpause auf 12:16 absetzen konnten. Neben einigen vergebenen freien Einwurfchancen (unter anderem vier verworfenen Siebenmeter) hatte vor allem die rechte Abwehrseite immer wieder Probleme mit dem stark aufspielenden Tim Schweitzer vom TSV.

Gewillt, die erwähnten eigenen Fehler im zweiten Durchgang abzustellen und die 4-Tore-Hypothek schnellstmöglich zu egalisieren, startete die SG kämpferisch in den zweiten Durchgang. Die Gäste wehrten sich eindrucksvoll, schöpften ihren breiten Kader voll aus und konnten sich nach 39 Minuten zunächst auf 17:23 absetzen. Die SGHH kämpfte weiter, doch es sollte nicht sein: immer, wenn das Momentum gerade auf die SG-Seite zu schwappen schien, verhinderten eigene Fehler, Pfiffe der Unparteiischen oder Paraden des gegnerischen Torhüters, dass die Partie noch einmal wirklich spannend wurde. So schaffte es die Eberlein-Truppe trotz zahlreicher Möglichkeiten nicht mehr, den Abstand auf weniger als drei Tore schrumpfen zu lassen und musste sich am Ende des Tages einem etwas stärkeren Gegner zurecht geschlagen geben. Trainer Sven Eberlein fand nach der Partie aufmunternde Worte für seine Jungs: „Die Mannschaft hat gekämpft wie die Löwen und muss sich keinen Vorwurf machen. Unter diesen Umständen das Spiel bis in die Schlussphase offen zu halten, verdient Respekt. Kopf hoch, Mund abputzen, weitermachen.“

Damit ist alles gesagt. Wer den Handballsport etwas verfolgt, der weiß, dass es Tage gibt, an denen scheinbar alles gegen einen zu laufen scheint und schlichtweg nichts zu holen ist. Das ist allerdings noch kein Grund, die Köpfe lange hängen zu lassen. Bereits in der nächsten Woche ist die SGHH erneut gefordert. Es geht erneut ins Schwäbische, zur SG H2Ku Herrenberg. Anpfiff ist am kommenden Samstag, 07.11. um 20:00 Uhr. Das Team freut sich über jeder Unterstützung.

Es spielten: Sascha Helfenbein, Pascal Boudgoust (beide Tor), Max Bodemer (7), Adam Zivojnovic (1), Jacob Reil, Stephan Keibl (1), Samuel Josenhans, Magnus Metzger (6/3), Daniel Philipp (5), Jonas Krepper (8), Maik Bratschke, Darien Holler (1), Ivan Tosino

SG H/H : TSV Altensteig 29 : 33 (12:16)

Die SGHH kann auch auswärts

Dass Handball ein intensiver, kräfteraubender Sport ist, dürfte allgemein bekannt sein. Doch was die Spieler der SG Heidelsheim/Helmsheim beim TV Weilstetten für den ersten Auswärtssieg der Saison leisten mussten, sprengte das gewohnte Maß deutlich. Im weiterhin dezimierten Kader wurden über volle 60 Minuten sämtliche Reserven mobilisiert, um dem mit einer vollen Bank angetretenen Gastgeber Paroli zu bieten – mit Erfolg. Am Ende jubelte die Eberlein-Sieben auf der schwäbischen Alb über einen 36:42-Erfolg und damit über die ersten Auswärtspunkte in der BW-Oberliga.

Wie vom Trainerteam Eberlein, Höckel und Badawi bereits im Vorfeld prophezeit, legten die Gastgeber von Beginn an ein nahezu aberwitziges Tempo vor. In den ersten zehn Minuten musste die SGHH ganze neun Gegentreffer hinnehmen – fast alle aus dem schnellen Tempospiel der Weilstettener ersten und zweiten Welle. Was auf dem Papier bedrohlich klingt, ließ die mitgereisten SG-Fans jedoch erstaunlich gelassen bleiben. Denn während ihre Mannschaft defensiv kaum Zugriff auf die Partie fand, zeigte sie sich vorne treffsicher und spielfreudig: Ebenfalls neun Tore standen nach zehn Minuten auf der Habenseite. Nach dieser wilden Anfangsphase gelang es der SGHH zunehmend, die schnellen Gegenstöße der Gastgeber frühzeitig zu unterbinden und sie vermehrt in den Positionsangriff zu zwingen. Mit wachsender Stabilität in der Abwehr konnten einige Bälle erobert werden, woraus ein 5:0-Lauf der SG resultierte, der den Spielstand nach einer Viertelstunde auf 9:14 stellte. Getreu dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ blieb das Team um Kapitän Max Bodemer auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit offensiv gefährlich und erzielte bis zur Pause 25(!) eigene Treffer. Folgerichtig erinnerte der Halbzeitstand von 21:25 eher an ein mögliches Endergebnis eines Handballspiels.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit flaute der Torreigen etwas ab. Maßgeblichen Anteil daran hatte die nun deutlich verbesserte Leistung von Torhüter Sascha Helfenbein, der unter anderem gleich drei Strafwürfe der Gastgeber entschärfte und so entscheidend dazu beitrug, dass sich seine Mannschaft nach rund 40 Minuten auf 23:31 absetzen konnte. Dank einer weiterhin hohen Effizienz im Angriff gelang es der SGHH in der Folge, den Vorsprung souverän zu verteidigen. Die Gastgeber kamen zwar noch vereinzelt heran, konnten den Rückstand jedoch nie auf weniger als fünf Tore verkürzen. Am Ende stand somit letztendlich ein verdienter und viel umjubelter 36:42-Auswärtssieg zu Buche, der der Mannschaft den ersten doppelten Punktgewinn in der Fremde bescherte. Mit diesem Erfolg weist die SGHH erstmals in dieser Saison ein positives Punktekonto auf. Mit nun 7:5 Zählern rangiert die Mannschaft punktgleich mit dem TV Weilstetten und dem TV Ehingen auf einem starken dritten Tabellenplatz. Nach sechs Spieltagen zeichnet sich bereits ab, dass die neu formierte Oberliga äußerst ausgeglichen besetzt ist und offenbar jeder jeden schlagen kann. Umso wichtiger wird es für die SGHH sein, weiterhin konstant zu punkten und den eigenen Tabellenplatz frühzeitig zu sichern. Gelegenheit dazu bietet sich bereits am kommenden Samstag, wenn der TSV Altensteig in der Bruchsaler Sporthalle zu Gast ist. Anpfiff ist um 20:00 Uhr.

Es spielten: Sascha Helfenbein, Pascal Boudgoust (beide Tor), Max Bodemer (6), Adam Zivojnovic (3), Max Gromer (3/1), Samuel Josenhans (1), Magnus Metzger (6/1), Daniel Philipp (6), Jonas Krepper (8), Maik Bratschke, Darien Holler (8), Ivan Tosino (1)

TV Weilstetten : SG H/H 36 : 42 (21:25)

Die SGHH kann auch souverän

Im Heimspiel gegen den TuS Schutterwald macht es die SG Heidelsheim/Helmsheim deutlich weniger spannend als in den Wochen zuvor und gewinnt souverän mit 41:32. Entscheidend hierfür waren die deutlich verbesserte Angriffsleistung sowie ein vorentscheidender Zwischenspurt zum Ende der ersten Halbzeit.

Dass es für die zahlreich erschienen SG-Anhänger ein nervenschonender Abend werden sollte, ließ sich zu Beginn der Partie zunächst nicht vorhersehen. In den Anfangsminuten agierte die Eberlein-Sieben vor allem im Angriff in einigen Situationen etwas zu ungenau und lief bis zum 7:9 nach 15 Minuten über weite Strecken einem Rückstand hinterher. Der Coach reagierte, legte die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch und fand in der anschließenden Auszeit anscheinend die richtigen Worte. Denn seine Schützlinge glichen binnen 50 Sekunden zum 9:9 aus, standen in der Defensive nun etwas kompakter und verwerteten nahezu jede ihrer gut herausgespielten Einwurfchancen. Bis zum 15:13 nach 25 Minuten konnten die Gäste den Anschluss noch halten, ehe die SGHH mit einem 6:0-Lauf bis zum Halbzeitpfiff auf acht Tore davonzog.

Dass die Lust aufs Torewerfen durch diesen Zwischenspurt noch lange nicht gestillt war, zeigten die SG-Jungs mit Wiederanpfiff des zweiten Spielabschnitts. Getreu dem Motto „Du musst Ball und Gegner laufen lassen“ wurden die Vorstöße auch gegen die nun offensiver agierende Gästeabwehr konzentriert zu Ende gespielt, sodass nach 35 Minuten erstmals eine zehn-Tore-Führung auf der Anzeigetafel zu lesen war. Schutterwalds Neu-Trainer Julian Seigel versuchte taktisch einiges, um seine Jungs noch einmal zurück ins Spiel zu bringen. Doch sowohl der Einsatz des siebten Feldspielers als auch die erneute Umstellung der Abwehrformation erzielten nicht den gewünschten Erfolg. Die SGHH agierte weiterhin konzentriert, ließ den eigenen Vorsprung nicht mehr auf unter acht Tore schrumpfen und feierte am Ende des Tages somit einen hochverdienten 41:32-Heimsieg.

Ein besonderer Dank hierbei geht an die SGHH-Legenden Benny Boudgoust und Stephan Keibl aus der zweiten Mannschaft, die den durch Krankheit und Verletzung gebeutelten SG-Kader gemeinsam mit Jacob Reil ergänzten und für zusätzliche Entlastung sorgten. Weiter geht es für die SGHH am kommenden Samstag, wenn man auswärts beim TV Weilstetten gastiert. Anpfiff ist um 20:00 Uhr in der Längenfeldhalle in Balingen.

Es spielten: Sascha Helfenbein, Pascal Boudgoust (beide Tor), Max Bodemer (10), Benjamin Boudgoust (1), Max Gromer (1), Lukas Hilpp (2), Samuel Josenhans (5), Magnus Metzger (7/3), Daniel Philipp (5), Jonas Krepper (4), Stephan Keibl, Darien Holler (3), Jacob Reil, Ivan Tosino (3)

SG H/H : TuS Schutterwald 41 : 32 (21:13)

Am Ende wurde es deutlich

Die SG Heidelsheim/Helmsheim bringt sich in den Schlussminuten um den Lohn für eine über weite Strecken solide Leistung und verliert am Ende verdient, aber etwas zu deutlich beim Spitzenteam aus Schmiden.

Nach einem Doppelschlag durch Zivojnovic und Metzger zu Beginn der Partie übernahmen die bisher ungeschlagenen Gastgeber die Kontrolle über die Partie und erzielten ihrerseits fünf eigene Treffer in Folge. Dass die Eberlein-Schützlinge ab da stets einem Rückstand hinterherlaufen mussten, lag in erster Linie an der eigenen Chancenverwertung und der fehlenden letzten Konsequenz in der Defensive. Während nahezu jeder nicht exakt in das Eck des TSV-Gehäuses fliegende Wurf in den Armen der bestens aufgelegten Schmidener Schlussmänner landete, mussten Sascha Helfenbein und Pascal Boudgoust das Spielgerät immer wieder aus dem eigenen Netz fischen, weil ihre Vorderleute es verpassten, ihre Gegenspieler im entscheidenden Moment vor dem Einwurf zu stoppen. Im Stile einer Topmannschaft spielten die Pumas aus Schmiden ihre Vorstöße geduldig zu Ende und fanden in den meisten Fällen am Ende doch ein kleines Loch in der über weite Strecken kompakt stehenden SGHH-Defensive. Und dennoch zeigte das Team um den wiedergenesenen Jonas Krepper, dass es durchaus auch gegen die besten Teams der neuen BW-Oberliga konkurrenzfähig ist. Durch das im Vergleich zu den Vorwochen deutlich verbesserte Zusammenspiel mit den Außenspielern hielt die SGHH den Anschluss, hatte Möglichkeit die Partie bereits vor der Halbzeitpause auszugleichen und lag beim Seitenwechsel lediglich zwei Tore im Rückstand.

Auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts zeigte sich den Zuschauern in der Sporthalle beim Schulzentrum ein ähnliches Bild. Die Partie war zunächst ausgeglichen und weder die Gastgeber noch die SGHH schafften es, mehrere Tore in Folge zu erzielen und das bekannte Momentum auf die eigene Seite zu holen. Erst mit dem Beginn der Schlussviertelstunde zeichnete sich der Ausgang der Partie dann doch frühzeitig ab. Der Erkenntnis geschuldet, dass die bisher ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichen würden, das Spiel noch einmal zu drehen, ließ Trainer Sven Eberlein nichts unversucht, um seine Schützlinge durch einige taktische Umstellungen doch noch auf die Siegerspur zu lotsen. Doch sowohl der Einsatz des siebten Feldspielers als auch die Einwechslung eines vierten Rückraum-Akteurs erzielten nicht ihren gewünschten Erfolg. Die Gastgeber zeigten sich abgeklärt, hatten stets eine Antwort parat und spielten in der Folge ihre personelle Überlegenheit gegenüber dem nun müder werdenden dünnen SGHH-Kader aus. So mussten die mitgereisten SG-Anhänger mit ansehen, wie ihr Team langsam, aber sicher einknickte und die über weite Strecken gezeigte gute Leistung nicht bis zur Schlusssirene aufrechterhalten konnte. Am Ende des Tages stand schließlich eine verdiente 31:23 Auswärtsniederlage auf der Anzeigetafel, die die Kräfteverhältnisse der Partie nicht sehr präzise widerspiegelt. Auch wenn sich das Team die Überraschung gewünscht hätte, ist dieser Ausgang gegen einen sehr guten Gegner sicherlich kein Beinbruch. Die nächste Gelegenheit auf den zweiten Saisonsieg bekommt die SGHH dann am nächsten Sonntag, wenn mit dem TuS Schutterwald ein Ex-Bundesligist zu Gast in der Bruchsaler Sporthalle ist. Anpfiff ist dann um 17:30 Uhr.

Es spielten: Es spielten: Sascha Helfenbein, Pascal Boudgoust (beide Tor), Max Bodemer (3), Adam Zivojnovic (1), Max Gromer (5/3), Marco Kikillus (1), Samuel Josenhans, Magnus Metzger (2), Daniel Philipp (6), Jonas Krepper (4), Maik Bratschke (1), Darien Holler, Ivan Tosino

TSV Schmiden : SG H/H 31 : 23 (14:12)

SGHH behält kühlen Kopf

Da ist der erste Sieg! Die SGHH behält in einem umkämpften Spiel gegen die Reserve der SG Pforzheim/Eutingen die Oberhand und fährt zwei wichtige Punkte vor eigenem Publikum ein.

Um diesen Erfolg möglich zu machen, wurden im Vorhinein alle verfügbaren Kräfte mobilisiert. Neben dem Einsatz des erfahrenen Florian Kopf aus unserer Landesliga-Mannschaft, holte auch Co-Trainer Daniel Badawi noch einmal die verstaubten Sportschuhe aus seiner Tasche und erklärte sich zweieinhalb Jahre nach Ende seiner aktiven Spielerkarriere bereit, dem Team im Notfall auf dem Feld zu helfen. Dass es so weit nicht kommen musste, lag in erster Linie an der Leistung seiner Mannschaftskollegen. Diese zeigten sich gegen die Talente aus der Goldstadt von Beginn an gewillt, die Punkte in der Bruchsaler Sporthalle zu behalten und so den Knoten im dritten Saisonspiel endlich platzen zu lassen. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase waren es drei Tore in Folge von Lukas Hilpp, die den Spielstand auf 14:11 stellten und erstmals eine kleine Welle der Euphorie durch die gut gefüllten Zuschauerränge laufen ließen. Die Pforzheimer Gäste glichen zwar bis zum Halbzeitpfiff auf 14:14 aus, schafften es allerdings ab diesem Zeitpunkt nicht mehr, selbst in Führung zu gehen.

Nach den beiden Treffern durch Bodemer und Zivojnovic zu Beginn des zweiten Spielabschnitts lag das Team von Trainer Sven Eberlein bis acht Minuten vor Schlusspfiff dauerhaft in Front, verpasste es allerdings, den Vorsprung auf mehr als drei Tore auszubauen. Der erneute Ausgleich der Gäste durch den zehnfachen Torschützen Lukas Hofsäß in der 52. Spielminute läutete dann einmal mehr eine an Spannung kaum zu überbietende Schlussphase ein. Bis gut zwei Minuten vor der Sirene wiederholte sich das Geschehen dauerhaft: Führung SGHH, Ausgleich Pforzheim, erneute Führung SGHH, erneuter Ausgleich Pforzheim, … Dann die letzte Spielminute: Ein Tor in Front liegend, in eigener Unterzahl und mit drei verbleibenden Pässen im Zeitspiel legte Sven Eberlein 35 Sekunden vor Ende die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch. Schnell wurde sich auf einen finalen Spielzug geeinigt, welchen Lukas Hilpp dann wenige Augenblicke später auf dem Feld per Kempa vollendete und den Spielstand somit auf 26:24 stellte. Der folgende Jubel wurde zügig durch den unmittelbaren Anschlusstreffer unterbrochen, entfachte dann aber kurze Zeit später erneut. Denn im Gegensatz zur Partie vor zwei Wochen gaben die SG-Jungs das Spielgerät nicht mehr aus der Hand, spielten die verbleibende Spielzeit herunter und freuten sich im Anschluss zurecht über zwei enorm wichtige Punkte.

Mit diesem Sieg ist das Punktekonto der SGHH nach drei Partien ausgeglichen und man steht damit voll im Soll. Am kommenden Samstag tritt das Team beim auswärts beim bisher noch ungeschlagenen Tabellenführer, dem TSV Schmiden, an. Anpfiff ist um 18:00 Uhr in der Sporthalle beim Schulzentrum in Fellbach-Schmiden. Wir sind hungrig und wollen mehr! Also kommt gerne vorbei und unterstützt uns!

Es spielten: Sascha Helfenbein, Pascal Boudgoust (beide Tor), Markus Rusnak, Max Bodemer (6), Adam Zivojnovic (6), Max Gromer (1), Lukas Hilpp (4), Samuel Josenhans (1), Magnus Metzger (4), Daniel Philipp (1), Daniel Badawi, Maik Bratschke, Darien Holler (3), Florian Kopf

SG H/H : SG PF/Eutingen II 26 : 25 (14:14)