Damen I neu ab 09.09.18 V-min
1. Damen

Von links nach rechts:

Trainer Markus Hellmann, Claudia Schurnaski, Isabel Gromer, Selina Röh, Vanessa Schneider, Tamara Dehm, Celina Böllinger, Laura Witt, Bianca Dehm, Anna Greil, Denis Bremer, Sarah Thomas,

 

Es fehlen:

Clara Hoffmann, Lea Müller, Tamara Karalic, Joseline Witter, Vanessa Kunsmann

 

Spielberichte
HSG Strohgäu : SG H/H 27 : 22
17 Februar
SG H/H : TuS Steißlingen 24 : 25
10 Februar
SG H/H : TSV Bönnigheim 29 : 22 (12:11)

Zwei wichtige Heim-Punkte mit Teamgeist und Siegeswillen gegen direkten Verfolger verteidigt!

Seit dem nach sechs Toren Rückstand umgebogenen Wahnsinns-Spiel gegen den Tabellenzweiten HSG Leinfelden-Echterdingen vor sechs Wochen hat das Damenteam 1 der SGHH heute mit Bravour gezeigt, daß der besondere Handball-Stil der Improvisation weiterhin gepflegt werden muß. Denn nach den normalerweise nicht kompensierbaren Ausfällen von drei Stammspielerinnen mußten heute zum Auftakt ins neue Handballjahr mit Lea und Josi wieder zwei wichtige Stützen „irgendwie“ ersetzt werden. Glücklicherweise konnte Vanessa K. nach längerem Studienaufenthalt erneut mitauflaufen und für etwas personelle Entlastung sorgen. Trainer Markus Hellmann konnte die Ausfälle nicht so elegant wie z.B. der TSV Birkenau in der 3. Liga Ost kompensieren, der einfach mal so in der Winterpause die zwei besten Spielerinnen des Badenliga-Tabellenführers HG Saase abwarb, sondern mußte sich „alternative“ Maßnahmen einfallen lassen. Mit nur 9 Feldspielerinnen und 1 Torfrau konnte das dezimierte Team nur mit viel strategischer Cleverness und Coolness die notwendigen Punkte gegen einen sehr stark in der Performance schwankenden direkten Verfolger einheimsen, der sich auch noch auf einen kompletten Kader stützen konnte.

Unbeeindruckt und fast nahtlos anschließend an das siegreiche Spiel vor Weihnachten konnte die SGHH von Beginn an das Spiel an sich reißen. Die wichtigste Spielerin, die schon in der 1. Minute einen Gäste-Konter fantastisch entschärfen konnte, war Sarah, die ihren Kasten die ganzen 60 Minuten spektakulär sauber hielt und somit den Grundstein für den späteren Sieg legte. Die heute energischste Rückraum-Angreiferin Denise erzielte mit einem Hammerwurf ins linke obere Eckchen das 1:0 (3.). Dann vertändelte der Gast einen Ball, Laura spurtete los, Selina zirkelte den Ball zentimetergenau in die Hände von Laura, die ihren Konterlauf perfekt zum 2:0 verwandelte. Bönnigheim konnte durch ihre beste Rückraumspielerin Sabrina Zerweck zum 2:2 (6.) zwar ausgleichen, aber die SGHH erhöhte prompt wieder die Schlagzahl und konnte durch Tamara und Selina auf 4:3 (9.) erhöhen. Dann der erste 2-Tore-Vorsprung durch Hanna, die mit Schlitzohrigkeit und höchstem Ballgefühl vom Kreis den Ball über die nur etwas vortretende Torfrau eiskalt ins leere Tor lupfte. Die nächsten 12 Minuten gehörte der SGHH, die auf 11:7 (23.) wegziehen konnte. Leider ging dann die Konzentration und die Coolness etwas flöten, es wurde überhastet abgeschlossen, so daß der Gast wieder bis zum 12:11 zur Halbzeit aufschließen konnte.

Nach der Halbzeit konnte die SGHH das Spielmoment weiter dominieren, auch wenn immer mal wieder Sand ins Getriebe kam. Besonders bei Überzahl-Situation wurde es spürbar hektischer und somit wurde eher der Gegner durch überhastete Aktionen wieder aufgebaut. Doch Moral und Cleverness, insbesondere immer wieder von Selina demonstriert, wiesen immer einen Ausweg aus brenzligen Situationen. Über das 13:11 (32.) von Selina bis zum 20:14 (42.) wiederum durch Selina zeigte die SGHH Entschlossenheit und Abgebrühtheit. Die Abwehr mit der weiterhin überragenden Sarah glich einem Bollwerk, so daß man den Gästen nur drei mickrige Gegentore zugestand. Allerdings sollte der Treffer zum 7-Tore-Vorsprung trotz bester Möglichkeiten nicht fallen, dadurch erwachten die Kampfgeister der Bönnigheimerinnen wieder zum Leben. Mit drei schnellen Toren konnten sie wieder auf 20:17 (46.) näher kommen. Auch durch Engdeckung von Selina und teilweise Denise konnten die Gäste etwas Verunsicherung stiften. So wogte das Spiel etliche Minuten um diesen 3-Tore-Vorsprung her, bis Anna sich in zwei Einzelaktionen die Freiräume zunutze machte und souverän zum 24:19 (52.) einnetzte. Nach der Bönnigheimer Auszeit ließ deren Trainer immer offener decken, so daß gewaltige Löcher am Kreis entstanden, die wiederum von Anna und zweimal von Hanna zum endgültig entscheidenden 27:21 (57.) souverän ausgenutzt wurden.

Das junge Damen-Team hat heute die Ausfälle durch vorbildlichen Zusammenhalt und enorme Kampfkraft weggesteckt, natürlich kam auch die wieder einmal nach unten schwankende Formkurve des Gegners sehr zupaß. Doch kriegt man auch vor einer frenetisch anfeuernden Fangemeinde keine Punkte geschenkt!

Mit stabiler Moral und starkem Selbstbewußtsein aus den letzten drei siegreichen Spielen kann die SGHH auch die nächste Begegnung gegen den Aufsteiger und Tabellendritten TuS Steißlingen am nächsten Sonntag um 15.30 Uhr in Bruchsal optimistisch angehen.

SG HH: Tor: Sarah Thomas; Feld: Hanna Marquardt (4), Isabel Gromer, Selina Röh (7), Laura Witt (3), Anna Greil (3), Denise Bremer (5), Clara Hoffmann (2), Tamara Dehm (5), Vanessa Kunsmann;

MV: Markus Hellmann, Joceline Witter, Laura Bechle (Physio).

Mehr Informationen
3 Februar
SG H/H : HSG Leinfelden-Echterdingen 23 : 22 (10:14)

Mit Kampfgeist und Moral zum Triumph über den Tabellenzweiten!

Durch den Außenseiter-Sieg in Nußloch hat das Damenteam 1 der SGHH sehr viel Selbstvertrauen getankt, insbesondere nach der unerwarteten Heimpleite gegen den Tabellenletzten Waiblingen 2. So langsam hat das Team den Ausfall von drei wichtigen Stammspielerinnen verkraftet und kompensiert diese Ausfälle durch stetige Optimierung der individuellen und mannschaftlichen Potentiale.

Tamara Karalic, unsere in Kroatien studierende Ex-A-Jugend-Goalgetterin war dieses Mal auch wieder mit dabei und konnte ohne große Vorbereitung wichtige Spielzeiten für ihre Kameradinnen übernehmen.

Ein Sieggarant vom Nußloch-Spiel ist aber hier nachträglich noch zu würdigen: unser Tor-Neuzugang von der TG Neureut, Sarah Thomas. Sie stand nach gut ausgeheilter Kreuzbandverletzung zum ersten Mal für unser Team im Tor und konnte gleich mit klasse Aktionen zeigen, warum sie in früheren Duellen als gegnerische Torfrau uns und andere Teams fast immer verzweifeln ließ. Sarahs herausragende Fähigkeiten als Torhüterin spielten eine wichtige Rolle im Kampf um den Klassenerhalt der TG Neureut in der Badenliga. Die SGHH war schon länger an Sarah interessiert, die der TG Neureut gegenüber allerdings sehr verbunden war. Deswegen ließ sie sich erst nach dem Abstieg ihres Stammvereins in der letzten Saison auf diese neue Herausforderung in der BWOL in den Reihen der SGHH ein. Eine tolle Geste der Verbundenheit zwischen den beiden nordbadischen Südklubs und auch zwischen den Teamkolleginnen war eine kleine Fan-Base aus Spielerinnen der TG Neureut, die Sarah und ihre neue Mannschaft begeistert anfeuerten.

Der Gast aus dem Stuttgarter Umland trat im Vergleich zur SGHH personell nahezu in Bestbesetzung an und war als bärenstarker Tabellenzweiter natürlich der klare Favorit. Denn schon das Hinspiel im September ohne Denise, Vanessa und Clara fiel mit 10 Toren Rückstand ziemlich heftig aus.

Den letzten Auftritt der HSG L-E in der Relegation zum BWOL-Aufstieg der baden-württembergischen Vize-Meister im Mai 2016 in der Bruchsaler Sporthalle konnte die SGHH zwar deutlich ausgeglichener gestalten, doch geschwächt durch den Ausfall von Denise war diese damalige Erstbegegnung beim knappen 22:26 ebenfalls nicht erfolgsgekrönt. Im „Endspiel“ setzte sich dann der SV Allensbach 2 mit Hilfe von Spielerinnen der 1. Mannschaft hauchdünn mit einem Tor durch und konnte somit in die BWOL aufsteigen. Die HSG L-E konnte an die 2016 gezeigte Klasse in der Württemberg-Liga nicht direkt anknüpfen. Erst wieder 17/18 als Vizemeister setzte sie sich nach zahlreichen Relegationsspielen gegen unseren letztjährigen Abstiegsrivalen FSG Donzdorf/Geislingen durch und schaffte somit den erstmaligen Aufstieg in die BWOL. Als aktuell bester Aufsteiger belegt sie sensationell den 2. Tabellenplatz.

Der haushohe Favorit HSG L-E begann sehr dynamisch und nutzte überhastete und somit erfolglose SG-Angriffe über blitzschnelle und sicher verwandelte Konter gnadenlos aus. Beim 7:13 (20.) sah es leider schon nach einer erneuten Niederlage aus. Doch die SGHH zog bei diesem 6-Tore-Rückstand die Notbremse und ausgehend von den klasse Paraden unserer Torhüterin Sarah erzielte man Tor um Tor und begann mit der Aufholjagd zum 10:14 zur Halbzeit.

Zu Beginn der 2. Halbzeit konnte der Gast vor allem mit der Rückraum-Shooterin E. Oeder, die aus Langensteinbach stammt und bei der TG Nürtingen in der 2. Bundesliga spielte (und fast mal bei unserer A-Jugend gelandet wäre), bis Mitte der 2. Halbzeit immer eine 2 bis 3-Tore-Führung beibehalten. Allerdings ließen die Konterspielzüge und die Treffsicherheit sukzessive nach. Nicht nur, weil sicher etwas konditionelle und konzeptionelle Probleme beim Gast auftraten, sondern vielmehr die SGHH ihre Fehler in Angriff und Abwehr entscheidend reduzieren konnte. Selina, die sich auch in verzwickten Situationen als sichere Torschützin erwies, war wieder einmal wichtiger Dreh- und Angelpunkt im Kampf um die jetzt doch wieder in Reichweite befindlichen Punkte.

Unsere überragende Matchwinnerin heute war Laura, die mit sensationellen 9 Feldtoren, von der Außenbahn, über Konter und sogar als Kreisläuferin einen unwiderstehlichen Lauf hatte! Sie konnte auch rund 12 Minuten vor Ende den ersten Ausgleich seit der 12. Minute zum 18:18 markieren.

Die zahlreich mit großem Reisebus angereisten und bis dato siegessicheren Schlachtenbummler und Fans der HSG L-E staunten nicht schlecht, als das kleine und personell schwer dezimierte und absolute Amateur-Team aus der nordbadischen Provinz diesen Sechs-Tore-Rückstand mit großem Kampfgeist und Kämpferherz aufholen konnte.

Doch der Tabellenzweite aus dem Schwabenland wollte noch nicht so schnell klein beigeben, mit zwei schnellen Toren auf 18:20 (50.) stoppte er die Freudengesänge der Bruchsaler Fans abrupt. Markus nahm, gerade als der Ball eigentlich schon weg war, die zweite Auszeit und besprach die nächsten Spielzüge, wo natürlich unser altbewährter „Buxte“ nicht fehlen durfte. Nachdem der direkte Angriff nicht funktionierte, wurde im 2. Anlauf auf „Buxte“ zurückgegriffen: wie angesagt startete Lea auf halbrechts, wechselte auf die linke Kreisseite und wurde punktgenau von Clara angespielt. Lea knallte den Ball mit einem Hammer-Wurf zum 19:20 (51.) ins lange Eck. Danach liefen die Angriffsprozesse für beide Seiten immer zäher und mühseliger ab, denn beide Abwehrreihen langten jetzt noch kräftiger zu. Doch mit Sarahs weiterhin souveränem Rückhalt konnte die SG-Defensive immer effizienter die Durchschlagskraft der Gäste in Griff kriegen. Dadurch konnte Laura erneut einen Konter laufen und trotz Bedrängung zum 21:21-Ausgleich fünf Minuten vor Schluss markieren. Eine Minute später konnten sich die Gäste letztmals am Kreis durchsetzen und ihr letztes Tor zur letzten Führung zum 21:22 abschließen. Doch die SGHH war jetzt kämpferisch und spielerisch am Drücker, mit der taktischen Finesse der 7. Feldspielerin schaffte es die SGHH in Überzahl Tamara D. auf Linksaußen freizuspielen, die in klasse Manier einen Heber über die Torfrau zum Wiederausgleich 22:22 (57.) platzierte. Da die Gäste durch eine Zeitstrafe ihrer starken Rückraumschützin und Abwehrspielerin jetzt doch stärker gehandicapt waren, konnte die SG-Abwehr problemlos die Angriffe stoppen und somit den entscheidenden Spielzug zur Führung angehen. Clever und abgeklärt wurde der Ball sehr lange in den eigenen Reihen gehalten, die schwäbischen Fans forderten früh Passivspiel, dann fasste sich Denise ein Herz und haute den Ball mit einem tollen Schlagwurf ins lange Eck zum 23:22 genau 90 Sekunden vor Schluss. Wieder vollzählig versuchten die Gäste nochmals das Comeback. Doch irgendwie angeknockt konnten sie keine entscheidenden Akzente mehr gegen die SG-Abwehr erzwingen. Auch die letzte Auszeit der HSG 17 Sekunden vor Schlusspfiff erbrachte gegen das Abwehrbollwerk keine reale Chance mehr und so konnte die SGHH aus sechs Toren Rückstand eine absolut verdiente 1-Tore-Sieg-Punktlandung erzielen.

Mit dieser grandiosen Leistung haben die Mädels einen wichtigen Sieg gegen eine Spitzenmannschaft der BWOL vor den eigenen Fans errungen, den sie dann zusammen feiern und genießen konnten. Die von Markus eingeleiteten Umstellungen im Team, um den Ausfall der Langzeit-Verletzten Bianca, Vanessa und Claudia zu kompensieren, haben jetzt zum zweiten Mal erfolgreich gegriffen. Wenn dieser Prozess weiter so positiv gestaltet werden kann sowie keine größeren Verletzungen mehr auf das Team zukommen, haben die Mädels gute Chancen auf den anvisierten Klassenerhalt. Alle Spielerinnen der Damen 1 haben auf jeden Fall das Potential, mit SGHH-typischen Team- und Kampfgeist zuversichtlich und selbstbewusst in die Rückrunde zu gehen und das Beste aus ihren Möglichkeiten zu machen.

Die Damen 1, Trainer und Betreuer der SGHH bedanken sich bei ihren Fans und Freunden für die grandiose Unterstützung. Mit Eurer Hilfe konnte die Vorrunde trotz allen Widrigkeiten auf einem unerwartet sicheren Mittelfeldplatz beendet werden. Wir wünschen allen einen Guten Rutsch ins Neue Jahr und ein gesundes und frohes Wiedersehen am 2. Februar 2019, 19.30 Uhr, in der Sporthalle Bruchsal gegen den nächsten Gegner TSV Bönnigheim.

SG HH: Tor: Lea Hechinger, Sarah Thomas, Celina Böllinger; Feld: Isabel Gromer, Selina Röh (6/2), Laura Witt (9), Lea Müller (1), Anna Greil, Tamara Karalic, Denise Bremer (3), Clara Hoffmann, Tamara Dehm (3/2), Hanna Marquardt (1);

MV: Markus Hellmann, Rüdiger Böllinger, Bianca Dehm, Claudia Schuranski

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23 Dezember
SG Nußloch : SG H/H 23 : 24
16 Dezember