Damen-I
1. Damen

Oberliga Baden-Württemberg

 

Oben v. links:

Clara Hoffmann, Denise Bremer, Anna Greil, Claudia Schuranski, Ramona Borne, Katharina Kaiser, Bianca Dehm

 

Unten v. links:

Ramona Knapp (Co-Trainerin), Laura Witt, Hanna Marquardt, Tamara Dehm, Joseline Witter, Nora Schmidt,
Jasmin Förster (Trainerin)

 

Es fehlen:

Selina Röh, Vanessa Kunsmann, Claudia Blühbaum-Scholtes

 

Spielberichte
SG H/H : SG Muggensturm/Kuppenheim 25 : 25 (14:12)

Duell der Badischen Meister und Aufsteiger endet mit gerechtem Unentschieden!

Der Mitaufsteiger und Südbadenmeister SG Muggensturm/Kuppenheim gab heute seine Visitenkarte ab. Die Südbadenerinnen hatten aus bisher sechs Partien nur ein Sieg holen können, dennoch muß man dem Team eine gute BWOL-Reife attestieren, da drei Partien ganz knapp mit nur 1 oder 2 Toren abgegeben werden mußten! Das sollte ein heißer Tanz werden, denn Last-Minute-Zugang Desiree Kolasinac, die schon in der 1. BuLi in Nellingen und auch schon in Pforzheim in der 3. Liga spielte, hielt bisher mit ihren vielen Toren den Aufsteiger am Leben und könnte auch heute das Zünglein an der Waage sein. Nur mit einer konsequenten Abschirmung der schuß- und treffsicheren Gästespielerin könnten die zwei Punkte in Bruchsal gehalten werden.

Mit dem Auswärtspunkt aus der Kurpfalz im Rücken begann die SGHH sehr souverän und konnte bis zur 15. Minute durch starke Aktionen von Bianca, Denise und Selina zu einem sehr vielversprechenden 6:2 auftrumpfen. Doch dann ging ein Riß durch dieses erfolgreiche Spiel. Anstatt clever und geduldig die verwertbaren Chancen herauszuspielen, wurde jetzt der viel zu schnelle Abschluß gesucht, so daß man in mehrere erfolgreiche Gäste-Konter reinlief. Außerdem war immer eine leichte Hektik zu erkennen, denn viele Bälle nach vorne wurden einfach planlos gespielt und kamen nur in seltensten Fällen bei der Mitspielerin an. So konnte sich die SG M/K zweimal in Front bringen. Da Claudia wieder einen Sahne-Tag erwischte und eine Reihe von eigentlich 100 % Schüssen killen konnte und der Gegner auch viele Fehlpässe produzierte, konnte sich die SGHH wieder fangen und langsam wieder die Regie übernehmen. Mit einem einigermaßen beruhigenden 14:12 ging man in die Pause.

Leider konnte die junge SGHH nicht wieder an die Form der ersten Viertelstunde anknüpfen. Im Gegenteil, die Angriffe zerfaserten und in der Abwehr konnten die präzisen Pässe der Gäste-Goalgetterin an die freie Mitspielerin nicht verhindert werden, so daß der zu schnelle 14:14-Ausgleich nur 89 Sekunden nach Anpfiff der 2. HZ auf der Tafel aufleuchtete. Die SGHH konnte noch bis zum 18:17 (43.) vorlegen, dann aber übernahm der Gast das Ruder und konnte zweimal beim 18:21 (50.) und beim 19:22 (53.) auf 3 Tore leicht vorentscheidend davonziehen. Obwohl die Uhr und das Moment gegen die SGHH lief, gaben die SG-Damen niemals auf und versuchten immer wieder, neue und erfolgreiche Aktionen aufzubauen. In dieser Phase waren Selina und Bianca gleichzeitig Motor und Torschütze in einem und konnten mit ihrer Dynamik ihr Team mitreißen und wieder näher an den Ausgleich bringen. Doch immer wieder unterlief eine unglückliche Aktion und der Ball war wieder weg. Allerdings wurde auch der Gast zunehmends hektischer und unsicherer angesichts der ersten möglichen 2 Auswärtspunkte. Durch Zeitstrafen gab es nun beim Gast auch mal größere Lücken und als Ramona zum 23:24 knapp 4 Minuten vor Schluß klasse einnetzte, war der Sieg wieder in Reichweite. Doch der Gast legte wieder 2 Tore vor und die Zeit lief gnadenlos ab. Bianca tankte sich auf halbrechts energisch durch die Abwehr und konnte nur durch ein rüdes Foul gestoppt werden, was zur Roten Karte und Unterzahl exakt 90 Sekunden vor Schluß führte. Die Überzahl der SGHH war der entscheidende Faktor, denn Selina warf sich beim nächsten Angriff energisch in die Lücke und erzielte den Anschluß zum 24:25 knapp eine Minute vor Abpfiff. Dann konnte man gleich wieder den Ball erobern und einen Konter starten, der aber nicht konsequent verwertet wurde. Die Gäste versuchten durch Team-Timeout 25 Sekunden vor Ende sich über die Zeit zu retten. Es standen nur noch 15 Sekunden auf der Uhr, der Gast hatte die zwei Punkte schon im Sack, dann tankte sich die Nr. 24 der Gäste auf Halblinks durch die Abwehr und kam frei zum Schuß! Aber Wahnsinn, Claudia konnte den Ball mit einem tollen Reflex abwehren! Der Ball kullerte aus dem Kreis direkt zu Tamara, die ihn sofort aufnahm. Unterdessen spurtete Bianca gen Gästetor los, Tamara spielte eine feine, präzise 22-Meter-„Bogenlampe“ in Biancas Laufweg am 9-Meter, dort pflückte sie sich den Ball supersicher runter und und knallte das Ding unter ohrenbetäubendem Lärm genau eine Sekunde vor Abpfiff eiskalt in die untere linke Torecke zum hochverdienten Ausgleich! Was für ein famoser „Sister Act“!

Die Mädels lagen sich minutenlang im Arm, denn niemand hätte mehr auf diesen zwar etwas glücklichen, aber dennoch hochverdienten Punktgewinn gewettet. Das ist die Botschaft des Abends: auch wenn wirklich blöde Fehler gemacht wurden und man sich damit wieder selbst fast geschlagen hätte, die Moral und die Kampfkraft des jungen SG-Frauenteams ist so überragend, daß sogar ein vermeintlich verlorenes Spiel noch einen Punktgewinn einbringt. Wenn also die Fehlerrate tatsächlich um wenige Prozentpunkte sinken würde, dann hätte man in eigentlich jedem Spiel und auch gegen arrivierte Teams immer eine Chance! Als klarer Außenseiter kann die SGHH jetzt absolut druckfrei und entspannt beim aktuellen Tabellensiebten TSV Wolfschlugen am Sonntag um 17.00 Uhr aufspielen und mit der gezeigten Einstellung sicher eine gute Partie gestalten.

SG HH: Tor: Claudia Schuranski; Feld: Bianca Dehm (8/1), Joseline Witter, Selina Röh (6/1), Laura Witt (2), Ramona Borne (3), Anna Greil, Katharina Kaiser, Denise Bremer (4), Clara Hoffmann, Nora Schmidt (1), Tamara Dehm, Hanna Marquardt (1); MV: Jasmin Förster, Ramona Knapp, Vanessa Kunsmann, Rüdinger Böllinger

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15 Oktober
HSG St. Leon/Reilingen : SG H/H 24 : 24 (11:13)

SGHH holt beim ersten Auswärtsspiel einen hochverdienten Auswärtspunkt!

Das erste Auswärtsspiel führte die SGHH zur HSG St. Leon/Reilingen, die recht gut mit 7:3 Punkten in die Runde startete und sich im oberen Tabellendrittel tummelt. Die HSG ist schon mehrere Jahre in der BWOL eine gut etablierte Mannschaft, die letzte Saison wurde mit einem sehr guten 5. Platz abgeschlossen.

Somit war die HSG klarer Favorit auf den Heimsieg, dennoch wollte sich die SGHH nicht unter Wert verkaufen. Wieder mit Linkshand Denise legte unser Team nach dem 2:2 (3.) sehr dynamisch los und verursachte beim großen Favoriten leichte Konfusion! Über 2:5 (7.) konnte das junge Aufsteiger-Team die HSG ein ums andere Mal düpieren und führte sensationell mit 7:13 (25.). Die SGHH spielte mit sehr langen Angriffen mit ständig drohendem Passivspiel sehr gute Chancen heraus und konnte auch die superstarke HSG-Torfrau meistens überwinden. Danach mußte durchgewechselt werden und leider wurden die Angriffe zu schnell und unplatziert abgeschlossen, die Bälle wurden perfekt von der Torfrau direkt zur Mitspielerinnen am 6-m-Kreis gepaßt, die dankend diese 100 %igen versenkten. Damit war zwar der schöne Vorsprung fast wieder weg, aber natürlich mußte man mit der heftigen Gegenwehr des Favoriten rechnen, der logischerweise sich kräftig einer Niederlage entgegenstemmte und keinesfalls eine Heimniederlage kassieren wollte.

Nach der HZ-Pause mußte man mit weiterem Druck rechnen, doch wider Erwarten konnte die SGHH wieder das Moment auf ihre Seite ziehen. Das ganze Team, in dem Bianca mit einer bärenstarken Leistung vorneweg marschierte, zeigte 55 Minuten tolle Aktionen und konnte den großen Favoriten beinahe ganz in Schach halten. Bis 90 Sekunden vor Ende konnte der Außenseiter den Vorsprung halten. Leider mußte man dann durch zwei nahezu hintereinander ausgesprochene Hinausstellungen diese entscheidenden 90 Sekunden in Unterzahl spielen. Dennoch schaffte es die HSG trotz nahezu dreiminütiger Überzahl nur noch mit einem provozierten 7-Meter zum Ausgleich zu kommen. Claudia demonstrierte wieder ihr tolles Können und parierte den Ball sensationell, doch der Abpraller kam wieder zur HSG-Schützin und der Nachschuß war dann leicht zu versenken. Die SGHH konnte noch einen Angriff starten, doch in Unterzahl und nach 59 Minuten harten Kampfes fehlte die Durchschlagskraft. Doch dieses Unentschieden ist ein Riesenerfolg für den Außenseiter und macht Mut für weitere selbstbewußte Auftritte. Wenn das Team so akribisch weiterarbeitet und noch ein Fitzelchen mehr Abgezocktheit bei den Abschlüssen hinbekommt, dann können weitere wichtige Pünktchen eingeheimst werden.

Am Sonntag geht’s gegen den Südbadischen Meister und Mitaufsteiger SG Muggensturm/Kuppenheim, der in sechs Spielen erst 2 Punkte einfahren konnte. Auch der Gast kämpft gegen den Abstieg und wird sicher auf Fehler der SGHH lauern, um hier etwas Zählbares abzugreifen. Somit ist sicher eine spannende Partie zu erwarten und nur bei höchster Konzentration und Motivation können die Punkte zuhause einbehalten werden.

SG HH: Tor: Claudia Schuranski; Feld: Bianca Dehm (11/5), Joseline Witter, Tamara Dehm (2), Selina Röh (2), Laura Witt (4), Ramona Borne (2), Anna Greil, Katharina Kaiser, Nora Schmidt, Denise Bremer (1), Clara Hoffmann (1), Hanna Marquardt (1); MV: Jasmin Förster, Ramona Knapp, Melanie Herberger, Vanessa Kunsmann

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8 Oktober
D7
SG H/H : HSG Mannheim 21 : 22 (10:14)

Junges Aufsteiger-Team bringt Meisterschaftsfavorit an den Rand der Niederlage!

Nach dem ersten und ohne große Gegenwehr errungenen Sieg als Aufsteiger in der BWOL stellte sich mit der HSG Mannheim ein gänzlich anderes Kaliber vor. Mit zwei sehr deutlich gewonnenen Auftakt-Spielen hat die HSG bewiesen, daß sie als Meisterschaftsanwärter gelten muß. Mit dem seit vielen Jahren eingespielten Team und mit sehr starken Neuzugängen stellte die HSG ein sehr harter Prüfstein für den jungen Aufsteiger dar.

Oberstes Motto lautete deshalb: Du hast keine Chance, also nütze sie! Da man auch noch auf Denise als einzige Linkshänderin aus Krankheitsgründen verzichten mußte, wurde es gegen die bestbesetzte HSG natürlich nicht gerade leichter.

Die SGHH eröffnete das Spiel sehr konzentriert und motiviert, aus einer aggressiveren 5:1-Defensive versuchte man, die HSG frühzeitig zu attackieren und durch schnelle Ballgewinne zu erfolgreichen Abschlüssen zu kommen. Doch die HSG entfaltete schnell ihr großes Potential und ging mit 0:3 (6.) sehr druckvoll in Führung. Die SGHH wirkte schon etwas konsterniert, nahm aber die Herausforderung an und begann ihrerseits, die ersten vielversprechenden Angriffe aufzuziehen. Selinas erstes Tor zum 1:3 (7.) war dann auch sehr verdient und läutete eine starke Spielphase der SGHH ein. Mannheim konnte immer wieder vorlegen, schaffte es aber nie, mehr als 4 Tore Vorsprung herauszuarbeiten. Wie hoch das spielerische Niveau in der BWOL ist, zeigte auch die superstarke Vorstellung der Mannheimer Torfrau, die nahezu alle Schüsse vor allem von den Außenpositionen glänzend parierte. Obwohl die SGHH spielerisch nahezu auf Augenhöhe mit dem großen Favoriten mithalten konnte, bei der Schußausbeute ist sicher noch einige Feinarbeit notwendig! Da auch Claudia meisterhaft ihr Tor sauber hielt – mindestens fünf freie Schüsse und zwei Strafwürfe wurden ihre Beute (!) – mußte die SGHH nur mit 4 Toren Rückstand in die HZ-Pause.

Die Pausenansage muß wohl sehr motivierend gewesen sein, denn die SGHH konnte sofort die Spielkontrolle übernehmen und holte Tor für Tor auf. Beim 13:14 (35.) war der Anschluß durch wieder unsere beste Spielerin Bianca geschafft! Dann riß die HSG wieder den Moment an sich, denn als langjähriges, etabliertes BWOL-Team gleich gegen einen so jungen Aufsteiger zu verlieren, stand natürlich auch nicht auf der HSG-Agenda. Beim 18:21 rund 7 Minuten vor Ende hatte die HSG alle Trümpfe in ihrer Hand. Doch die SGHH-Mädels legten nochmals eine Schippe drauf und durch superschöne Tore von Bianca, Laura und einem Sprungwurf-Hammer ins Eckchen von Ramona war man 90 Sekunden mit dem Anschluß zum 21:22 nahe an einem Punktgewinn. Bei unserem letzten Angriff konnte Selina noch einen Strafwurf herausholen. Doch die HSG agierte clever und provozierte nur 3 Sekunden vor Schluß durch ihren Trainer eine 2-Minuten-Strafe. Durch die Verzögerungen stand die Uhr 3 Sekunden vor Schluß. Bianca übernahm in der Ausnahmesituation die Verantwortung, die Schiris pfiffen an und Bianca versenkte absolut sicher den Ball im Netz!!! Das wäre der absolut hochverdiente Lohn für die tolle Aufholjagd der SGHH gewesen, doch der Ball landete erst nach der Schlußhupe im Netz. Nach hektischer und etwas längerer Diskussion und wieder mit Störmanövern der Mannheimer Bank ließen die Schiris wiederholen. Daß dieser Moment absolut superheftig war für Bianca, ist natürlich sonnenklar, sie versuchte in diesem Hexenkessel doch noch ein Happy-End für ihr Team klarzumachen, doch der Ball ging nur an den rechten Pfosten und sprang raus. Das war natürlich Riesenpech, aber ein Team gewinnt oder verliert immer zusammen, das ist die sportliche Erkenntnis. Deshalb muß man Bianca ein Riesenrespekt zollen, daß sie in dieser Ausnahmesituation die Verantwortung übernahm. Jeder Sportler muß diese kritischen Momente aushalten und daran wachsen, um dadurch zu einem großen Sportler zu werden! Und letztlich lag es nicht an diesem einzelnen Schuß, sondern an den vielen anderen klaren Schüssen im Laufe des ganzen Spiels, die nicht getroffen haben und deshalb schuld sind an diesem dramatischen Ausgang!

Ungeachtet der Niederlage ist diese fantastische Leistungssteigerung aber ein Wert an sich, denn so beweist der Aufsteiger schon nach drei Spielen eine enorm schnell erworbene Reife, mit der man dann selbstbewußt in die weitere Runde gehen kann. Noch ein Schuß Glück dazu, dann stehen weitere Siege bevor! Wir spielen am 18. Februar 2018 in Mannheim und können dann einfach den Spieß rumdrehen und in Mannheim den verlorenen Punkt oder sogar alle beide wieder einkassieren! Davor können wir aber schon am Samstag in Reilingen unsere Visitenkarte abgeben und uns so teuer wie möglich verkaufen!

SG HH: Tor: Claudia Schuranski; Feld: Bianca Dehm (8/5), Joseline Witter, Tamara Dehm, Selina Röh (3), Laura Witt (3), Ramona Borne (3), Anna Greil, Katharina Kaiser, Nora Schmidt (1), Clara Hoffmann (2), Hanna Marquardt (1); MV: Jasmin Förster, Rüdinger Böllinger

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3 Oktober
D4
SG H/H : TV Brombach 32 : 22 (16:10)

Hartes Stück Arbeit zum 1. Saisonsieg!

Gegen den Regionalliga-Absteiger TV Brombach, der nach einem totalen Umbruch mit einem personell sehr kleinen Kader und nach 3 Spielen ohne Sieg mit dem Rücken zur Wand steht, sollte es doch mit dem Teufel zugehen, wenn die SG-Mädels nicht den 1. Sieg in der BWOL packen sollten!

Tatsächlich konnten die Gäste nur 8 Spielerinnen aufbieten, während nach Claras Rückkehr die SGHH aus dem Vollen schöpfen konnte.

Die SGHH begann konzentriert und schwungvoll, über 1:0 nach stark einer Minute Spielzeit von der bestens aufgelegten und heutigen Top-Schützin Bianca ging es über 4:2 (6.) durch eine spielfreudige Selina zum 6:2 (8.) durch Laura, die nach ihrer OP erstaunlich schnell wieder die Topform der letzten BL-Runde erreichte, scheinbar unaufhaltsam auf einen Kantersieg zu! Die SGHH agierte druckvoll und nur in der 6:0-Abwehr hätte man sich etwas mehr Aggressivität gewünscht, denn die beiden besten Brombacherinnen konnten meistens ungestört aus dem Rückraum abziehen. Da Claudia ebenfalls wieder Top-Niveau erreichte und einige gefährliche Schüsse mit Klasse-Reflexen und gutem Stellungsspiel entschärfte, war das eigentlich kein Problem. Nach Ramonas Einwechslung konnte noch ein Zahn zugelegt werden, denn Ramonas blinde und unkonventionelle Pässe fanden dankbare Abnehmer. Im Gegensatz zum Auftaktspiel war auch die Trefferquote sehr positiv. Mit einem hochverdienten 16:10 ging es gegen einen trotz schwach besetzter Bank nie aufgebenden Gegner in die Pause.

In HZ 2 setzte die SGHH die ersten positiven Akzente mit dem 18:11 (32.) durch eine starke Aktion von Anna. Warum sich dann ein Bruch in das dominante Spiel der SGHH reinmogelte, ist absolut unerklärbar. Wie weggeblasen das Selbstvertrauen und die Spielfreude! Während das starke Heimteam wie in einen Tunnel abtauchte und kaum noch was Spielerisches zustande brachte, witterte der Gast Morgenluft und wurde immer stärker. Mit der noch verbliebenen Regionalliga-Routine verstand Brombach es sofort, das Moment auf seine Seite zu ziehen und holte Treffer um Treffer auf. Das wiederum veranlaßte unser Team, alles noch vorsichtiger und behäbiger zu gestalten – prompt ging der Schuß nach hinten los, die Laufwege stimmten nicht mehr, die Pässe und Torschüsse verfehlten öfters ihr Ziel! Nach einem 0:5 bis zum Stande von 18:16 (42.) vergingen zähe 10 Minuten der Verunsicherung und der Torflaute! Doch durch eine Superleistung von Ramona zum 19:16 (43.) platzte endlich der Knoten: die Lethargie wich wieder dem Kampf und dem Willen, hier und heute den 1. Sieg in der BWOL einzufahren! Jetzt hatte die SGHH auch das nötige Quäntchen Glück, was gegen Bönnigheim noch gefehlt hatte, und so steuerte die SGHH wieder selbstbewußt und befreit aufspielend auf die Siegerstraße! In der 57. Minute konnte Tamara den jetzt konditionell angeknockten Gästen den Ball stibitzen und baute nach einem tollen Konterlauf zum 31:21 die Führung auf 10 Tore aus!

Insgesamt ging der Sieg in Ordnung, auch wenn natürlich die SGHH als Aufsteiger noch eine gewaltige Lernkurve vor sich hat. Aber das junge Team ist topmotiviert und wird von Spiel zu Spiel weiter an Qualität und Sicherheit zulegen. Jetzt gleich am Dienstag um 15.30 Uhr steigt gegen einen der Meisterfavoriten der BWOL, der HSG Mannheim, ein sicher brutal schweres Spiel, was man aber als Erfahrungsgewinn angehen muß! Die SGHH hat nach der Papierform keine Chance, aber die wird sie mit allen Kräften nutzen! Deshalb können alle echten, alle alten und auch alle neuen Fans das Regenwetter am Feiertag nutzen, um sich in der warmen und trockenen Sporthalle bei einem sicher hochdramatischen und energiegeladenen Match mit zu fiebern!

SG HH: Tor: Claudia Schuranski; Feld: Bianca Dehm (12/3), Joseline Witter (1), Tamara Dehm (2/1), Selina Röh (2), Laura Witt (7), Ramona Borne (2), Anna Greil (1), Denise Bremer (3), Katharina Kaiser (2), Nora Schmidt, Clara Hoffmann, Hanna Marquardt; MV: Jasmin Förster, Vanessa Kunsmann, Rüdinger Böllinger

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1 Oktober
D9
SG H/H : TSV Bönnigheim 19 : 23 (9:9)

Unglückliche Auftakt-Niederlage in der Frauen-BWOL

Heute starteten die SGHH-Damen 1 in das Abenteuer Baden-Württemberg-Oberliga. Nach einer sehr intensiven Vorbereitungszeit konnte das Team aufgrund einiger Verletzungen noch nicht ganz in Bestform antreten. Clara muß wegen eines Bänderrisses noch 2 Wochen pausieren, Ramona stellte sich trotz Oberschenkelzerrung genauso wie Laura nach gerade überstandener OP vorbildlich in den Dienst ihres Teams.

Der TSV Bönnigheim war als letztjähriger Tabellenvierter und nach dem etwas überraschenden 24:22 Auftakt-Sieg gegen Regionalliga-Absteiger TG 88 Pforzheim der klare Favorit!

Mit der nach 4 Jahren wieder für die SGH/H auflaufenden Selina und Neuzugang Nora mußte Trainerin Jasmin den Verletzungen Rechnung tragen und die bewährte Meister-Formation neu aufstellen. Die neue Formation wußte aber in den ersten Spielminuten gut zu gefallen und demonstrierte eine Top-Einstellung! Die SGH/H ging nach einem schnellen 0:1 der Gäste durch 2 tolle Aktionen von Denise und dem sicher von Rechtsaußen verwandelten Führungstreffer von Hanna mit 3:2 (5.) in Front. Doch dann zeigte der Gast seine schon 4-jährige BWOL-Klasse und legte durch einen 0:4-Lauf unbeeindruckt zur ersten 3-Tore-Führung vor.

Doch die SGH/H war weiterhin topmotiviert, auch als Außenseiter sich nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen und zog ihrerseits dynamische Angriffe auf. Durch eine beeindruckende mannschaftliche Geschlossenheit konnte man zum 6:6 (15.) durch Denise in der ersten Unterzahlphase gleichziehen. Euphorisiert von dieser tollen Aufholjagd gelang dem jungen Team ein phantastischer 6:0-Lauf auf 9:6 (25.) Der Gegner wurde durch robuste und effiziente Deckungsarbeit früh gestört und die Angriffe wurden sicher und konsequent abgeschlossen. Die fast 20-minütige Torflaute der Gäste wurde aber durch eine erneute Gala-Vorstellung abgelöst. Die letzten 5 Minuten gehörten wieder komplett den Gästen, die wieder ein 9:9-Untentschieden herstellten. In dieser Phase hatten auch die SG-Damen einige Groß-Chancen, die aber bedauerlicherweise vergeben wurden. Wenn hier noch etwas mehr Coolness dazukommt, dürften die nächsten Partien deutlich offener sein! Claudia war bestens aufgelegt und zeigte einige Superparaden, auch ein Strafwurf konnte sie unschädlich machen!

Zu Beginn von Halbzeit 2 agierte die SGH/H weiterhin auf Augenhöhe, allerdings waren die Gäste nach wie vor effizienter in der Chancenverwertung, so daß sich langsam aber sicher die Waage zuungunsten der SGH/H neigte. Beim 15:16 (49.) war das Match noch offen, dann aber wurde zu hektisch gespielt und meist nicht sehr clever abgeschlossen. Die Bälle landeten 3,4 Male hintereinander bei der TSV-Torfrau, die sofort erfolgreiche Konter einleitete. Trotz einer überragenden Torwartleistung von Claudia war die letztliche 6-Tore-Führung drei Minuten vor Ende eine zu große Hypothek. Die SG-Mädels warfen sich nochmals voll rein und konnten noch den Abstand auf eine sehr achtenswerte 4-Tore-Niederlage verkürzen.

Heute wäre mehr drin gewesen, aber natürlich steht man als Liga-Neuling vor einer extrem großen Herausforderung in physischer und psychischer Hinsicht. Das junge SGH/H-Team ließ aber doch über 55 Minuten sehr positive Ansätze besonders in der stabilen Defensive mit Claudia Top-Paraden in der Hinterhand erkennen und konnte das Match gegen einen erfahrenen und druckvollen Gegner auf Augenhöhe gestalten. Selina konnte sich wieder perfekt in die SGH/H-Spielweise einfügen und sich mit ihrer kompletten Leistung als sehr wertvolle Verstärkung präsentieren! Mit etwas mehr Schußglück und erfolgreichem Comeback der verletzten Spielerinnen sollte von Spiel zu Spiel eine nachhaltige Entwicklung machbar sein. In 14 Tagen kann das junge Damenteam gegen Regionalliga-Absteiger TV Brombach schon unter Beweis stellen, daß die Feinarbeit bis dato gefruchtet hat! Die SGH/H-Damen bedanken sich für die tolle Unterstützung durch die Fans und hoffen auf wieder laute und starke Schützenhilfe am 1. Oktober um 15.30 Uhr in der Bruchsaler Sporthalle!

SG H/H: Tor: Claudia Schuranski; Feld: Bianca Dehm (4), Joseline Witter, Tamara Dehm (1), Selina Röh (5), Laura Witt (1), Ramona Borne (3), Anna Greil, Denise Bremer (4), Katharina Kaiser, Nora Schmidt, Hanna Marquardt (1);
MV: Jasmin Förster, Ramona Knapp, Rüdinger Böllinger, Clara Hoffmann

 

 

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17 September