SGHH rutscht weiter ab
Es hätte so schön sein können. Als die SG Heidelsheim/Helmsheim vor drei Wochen ihr Auswärtsspiel beim TV Weilstetten souverän gewann und zwischenzeitlich auf dem dritten Platz der Oberliga-Tabelle rangierte, war die Hoffnung im SG-Lager groß, sich zügig in dieser Tabellenregion festsetzen zu können. Nun, nach dem 26:36 gegen die SG Kenzingen/Herbolzheim, schaut man auf drei ernüchternde Niederlagen in Folge zurück und muss in den kommenden Wochen enorm aufpassen, nicht weiter in den Tabellenkeller zu rutschen. Wie mittlerweile bekannt, ist die Verletztensituation der SGHH sicherlich mitverantwortlich für die jüngsten Entwicklungen. Doch, und so ehrlich muss man sein, stehen am Ende des Tages immer sieben Spieler auf dem Feld, die in dieser ausgeglichenen Liga zu jeder Zeit an ihre Leistungsgrenze gehen müssen, damit man Spiele gewinnen kann. Das gelang der Eberlein-Sieben gegen die stark aufspielenden Gäste aus dem Südbadischen am vergangenen Sonntag schlichtweg nicht.
Bereits in der Anfangsphase wurde deutlich, in welche Richtung die Partie verlaufen würde. Während man mit der eigenen Angriffseffektivität haderte und zu viele Wurfchancen nicht im gegnerischen Tor unterbringen konnte, fehlte in der Defensive der Zugriff gegen die abgeklärt auftretenden Gäste. Auch wenn es, wie vor der Partie von Trainer Sven Eberlein gefordert, weitestgehend gelang, die Kreise von Oberliga-Topscorer Oliver Bührer einigermaßen einzudämmen, fehlten im Kollektiv die letzten Prozente, um Bührers Teamkollegen ebenfalls vom Torwerfen abzuhalten. So stand nach 15 Minuten ein 5:10 auf der Anzeigetafel. Im Rahmen dieses Abstands pendelte sich die Partie im restlichen Verlauf der ersten Halbzeit ein. Beim Stand von 12:17 wurden die Seiten gewechselt.
Dass Eberleins Pausenappell an die SG-Jungs Wirkung zeigte, sahen die Zuschauer in der Bruchsaler Sporthalle dann zu Beginn des zweiten Spielabschnitts. Mit einer offensiveren Abwehrformation gelang es, den eigenen Kasten sechs Minuten lang sauber zu halten. Vorne agierte die SGHH nun mit sieben Feldspielern, erzielte in der Zwischenzeit vier eigene Treffer in Folge und verkürzte auf 16:17. Die Hoffnung währte nur kurz: die Gäste stellten ebenfalls auf den siebten Feldspieler um, zwangen die SG-Deckung dadurch nach hinten und fanden durch diese Maßnahme zurück in ihr effektives Angriffsspiel. Von dort an lief dann so ziemlich alles gegen die SGHH. Während nahezu jeder Wurf der Gäste im SG-Gehäuse landete, wurden die schwindende Kräfte im eigenen Angriff nun erneut sichtbar. Bis zum 22:25 nach 42 Minuten hielt man noch den Anschluss, ehe drei Gästetore in Folge die Partie vorzeitig entschieden. Zu allem Übel ließen die SG-Jungs in den letzten Spielminuten dann etwas ihre Köpfe hängen und kamen somit am Ende des Tages wesentlich deutlicher unter die Räder, als es hätte sein müssen.
Für das Team stehen nun herausfordernde Wochen bevor, in denen primär darauf geachtet werden sollte, sich wieder auf die eigenen Stärken zu besinnen und den Glauben an sich selbst neu zu entfachen. Wenn das gelingt, können in den kommenden Wochen wieder Punkte eingefahren, und der Anschluss an das Tabellenmittelfeld gewahrt werden. Das erste Schlüsselspiel für dieses Vorhaben steht bereits vor der Türe. Am kommenden Sonntag gastiert die punktgleiche HSG Ettlingen zum Derby in der Bruchsaler Sporthalle. Anpfiff ist um 17:30 Uhr.
Es spielten: Sascha Helfenbein, Pascal Boudgoust (beide Tor), Max Bodemer (4), Adam Zivojnovic (2), Samuel Josenhans, Magnus Metzger (8/4), Daniel Philipp (3), Jonas Krepper (6), Maik Bratschke, Darien Holler (3), Marco Kikillus, Ivan Tosino